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Tools und Tool-Requests

Ein Tool ist eine registrierte, von Features nutzbare Fähigkeit: etwa eine Datenbankabfrage, ein API-Aufruf oder eine Schreiboperation. Jedes Tool bringt ein Eingabe-Schema (Invocation-Schema, die Aufruf-Argumente), ein Ausgabe-Schema (Response-Schema), einen Ansprechpartner sowie eine Risiko-Klassifizierung (Mutability) mit. Ein Feature ruft Tools nicht direkt auf, sondern verweist auf registrierte Tools aus der zentralen Tool-Registry. So bleibt nachvollziehbar, welche Fähigkeit ein Feature nutzt, in welcher Version, und mit welchem Risiko sie verbunden ist.

Diese Seite beschreibt drei Aufgaben: die Tool-Registry sichten und steuern, Tools im Feature zuordnen und pinnen, sowie angefragte Tools über die Tool-Requests freigeben.

Öffne in der Sidebar Tools. Die Seite trägt die Überschrift Tool-Registry und zeigt alle registrierten Tool-Definitionen. Oben liegt eine Reihe von Kennzahlen, darunter Filter und die Tool-Liste.

Die Kennzahlen-Kacheln nennen:

KachelBedeutung
Tools gesamtIm Katalog registrierte Tools.
Kill-Switch aktivTools mit gezogenem Not-Aus; ihre SDK-Auslieferung ist blockiert.
Drift erkanntTools, deren Schema oder Beschreibung von der freigegebenen Version abgewichen ist.
Snapshot älter 90 TageTools, für die eine erneute Verifikation empfohlen wird.

Über der Liste steuern mehrere Filter die Anzeige: ein Suchfeld (Tools suchen — Name oder Beschreibung), Kontrollkästchen für die Risiko-Klasse (Read-Only, Mutating, High-Risk-Mutating), ein Health-Auswahlfeld und ein Reset-Knopf. Rechts oben schaltet der Dichte-Umschalter zwischen einer kompakten Tabelle (dense) und der Kachelansicht (comfortable) um. In der Kachelansicht sind die Tools nach Risiko gruppiert: High-Risk Mutating (irreversible Effekte), Mutating (schreibt Daten mit Audit) und Read-Only (keine Effekte).

Ein Klick auf ein Tool öffnet die Detailseite. Im Kopf stehen Name, Risiko-Klasse, Health-Status, Tool-ID, Ansprechpartner und das Aktualisierungsdatum; darüber führt Zurück zur Liste in die Übersicht zurück. Direkt unter dem Kopf liegt der Kill-Switch-Abschnitt (siehe unten). Darunter gliedern Tabs die Detailansicht:

TabInhalt
Aktuelle VersionInvocation-Schema (Aufruf-Args) und Response-Schema, jeweils als Baum oder über Code anzeigen als Quelltext. Dazu Version, name_hash, schema_hash und Snapshot-Zeitpunkt.
Versions-HistoryTabelle der Versionen mit Schema-Hash, Diff zur Vorversion, Snapshot-Zeitpunkt und Ersteller.
Referenzierende ContractsWelche Feature-Contracts dieses Tool gepinnt haben, mit Version, Risk-Tier und Status.
AufruferWelche Features das Tool aufrufen.
AuditVorgänge zum Tool.
PolicyAus der Risiko-Klasse abgeleitete Default-Approval-Regel (Always-Allow, Always-Ask oder Four-Eyes).

Der Kill-Switch ist der Not-Aus für ein Tool: Wird er aktiviert, stoppt die Plattform die SDK-Auslieferung aller Features, die dieses Tool nutzen. Das schützt davor, dass ein heimlich verändertes Tool weiter ausgeführt wird.

Zum Aktivieren den Schalter im Kill-Switch-Abschnitt umlegen. Es öffnet sich der Dialog Kill-Switch aktivieren: Dort den Tool-Namen exakt eintippen und eine Begründung (Pflicht) mit mindestens zehn Zeichen erfassen, dann Bestätigen — Tool sperren wählen. Bei aktivem Not-Aus erscheint ein Warnhinweis mit Begründung, Zeitpunkt und auslösender Person. Zum Aufheben den Schalter zurücklegen und Bestätigen — Tool freigeben wählen.

Im Feature-Detail (Features → Feature-Karte anklicken) liegt der Tab Tools (Tools). Dort werden die für das Feature freigegebenen Tools dem Agent Contract zugeordnet und gepinnt.

  1. Öffne im Feature-Detail den Tab Tools.
  2. Wähle Tool hinzufügen und übernimm ein Tool aus der Tool-Registry. Es erscheint als Chip mit Name und Risiko-Klasse.
  3. Zum Entfernen das × am Tool-Chip wählen.

Die zugeordneten Tools sind Teil des Agent Contract; beim Veröffentlichen werden sie als versionierte Pins festgehalten, damit jede Version genau weiß, welche Tool-Definition sie verwendet. Solange eine Version veröffentlicht (schreibgeschützt) ist, lässt sich die Zuordnung nicht ändern; lege dafür über den Header einen neuen Draft an.

Tool-Requests (Sidebar Tool-Requests, /tool-requests)

Abschnitt betitelt „Tool-Requests (Sidebar Tool-Requests, /tool-requests)“

Die Tool-Requests sind der Eingang für angefragte, noch nicht freigegebene Tools. Hier sammeln sich Tool-Vorschläge, die im Wizard aus Konversationen entstanden sind, als Backlog für das Onboarding in die Tool-Registry.

Öffne in der Sidebar Tool-Requests. Über die Statusleiste lassen sich die Einträge filtern: Alle, Offen, In Arbeit, Erledigt, Abgelehnt, jeweils mit Anzahl. Die Tabelle zeigt pro Anfrage Name, Status, Use-Case, Anzahl der herkunftgebenden Konversationen und Anlagedatum.

Zwei Aktionen stehen pro Zeile bereit:

  • Status setzen: In der Spalte Status-Übergang liegen Knöpfe für die zulässigen Folgezustände (zum Beispiel von Offen zu In Arbeit oder Abgelehnt).
  • In Tool umwandeln: Überführt die Anfrage in ein Tool der Registry (Spalte Onboarding).
AufgabeErlaubte Rollen
Tool-Registry sichtenplatform_engineer, admin, developer; compliance_officer (lesend, Label Tool-Registry)
Kill-Switch umlegenplatform_engineer, admin
Tools im Feature zuordnen/pinnendeveloper, domain_expert, platform_engineer, admin
Tool-Requests bearbeitendeveloper, platform_engineer, admin

Die Oberfläche blendet nur aus, was eine Rolle ohnehin nicht darf; durchgesetzt wird die Berechtigung im Backend. Mehr dazu unter Rollen und Rechte. Wie Tools als Teil des Agent Contract zusammenwirken, beschreibt Agent Contract.